Über mich

Ich bin Nicole.
Und ich habe nicht geplant, einmal mit Menschen mit Demenz zu arbeiten.

Mein Weg in die Arbeit mit Menschen mit Demenz war kein gerader.

​Ich habe in den 90er Jahren meine Ausbildung zur Erzieherin gemacht und später viele Jahre mit geflüchteten Menschen gearbeitet.

In dieser Zeit habe ich vor allem eines gelernt: 

Wie wichtig es ist, Menschen wirklich zu sehen – unabhängig von Sprache, Herkunft oder Lebenssituation.

​Irgendwann kam für mich der Punkt, an dem ich gespürt habe:
Ich möchte noch einmal neu gehen.

Ich möchte in einen Bereich, in dem Beziehung, Verständnis und Menschlichkeit eine noch größere Rolle spielen.

So bin ich in die Geriatrie gekommen.

​2018 habe ich meine Qualifikation als Betreuungskraft gemacht – und dort begann etwas, das ich so nicht erwartet hatte.

​Denn die Begegnung mit Menschen mit Demenz hat mich tief berührt.

​Nicht das Vergessen stand für mich im Vordergrund.
Sondern die Frage: 
Wie erreichen wir Menschen, wenn die gewohnten Wege nicht mehr funktionieren?

​Eine Antwort habe ich vor allem in meiner Weiterbildung nach dem psychobiografischen Pflegemodell von Prof. Erwin Böhm gefunden.

Ich habe verstanden, dass sich Demenz in gewisser Weise „rückwärts“ entwickelt –
und dass genau darin auch eine Chance liegt.

Denn plötzlich konnte ich auf das zurückgreifen, was ich ursprünglich gelernt habe: Pädagogik.

​Ich habe begonnen, Menschen mit Demenz nicht über Orientierung zu erreichen, sondern über Gefühl, Beziehung und Sicherheit.


Nicht über das, was fehlt – sondern über das, was noch da ist.

​Das hat meine Haltung grundlegend verändert.

​Mit der Zeit wurde mir klar, dass ich mehr möchte, als nur im Alltag zu begleiten.

​Ich möchte Strukturen mitgestalten.
Ich möchte Angebote entwickeln.
Ich möchte das Thema Demenz anders sichtbar machen.

​Deshalb habe ich mich zur Fachwirtin im Gesundheits- und Sozialwesen  weitergebildet.

Um nicht nur mit Herz zu arbeiten – 
sondern auch mit dem Wissen über Organisation, Entwicklung und die Möglichkeiten, 
die gute Versorgung wirklich braucht.

​Aus all dem ist auch mein Buch entstanden:
„Was bleibt, wenn alles geht?“

Es ist aus echten Begegnungen entstanden.
Aus Erfahrungen.
Aus dem Wunsch heraus, etwas sichtbar zu machen, 
das oft übersehen wird.

​Denn ich bin überzeugt:

Auch wenn Erinnerungen verblassen –
Beziehung, Gefühl und Menschlichkeit bleiben.

​Und genau dort beginnt für mich echte Begleitung.

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